Dem Abenteuer Zum Abschied (Oder Wie Man Das Lieben Verlernt)

Ich starre auf schwarze Fliesen in einer Stadt die die deine ist.
Und das was ich mit dir verliere ist wohl das selbe was du vergisst.
Eine Straße mit deinem Namen, um die Ecke eine grüne Tür.
Wir ahnen meist was wir tun, doch ich vergesse langsam wofür.

Und das warst du, die eine Ahnung hatte.
Die wusste und die verstand:
Eine Geschichte ohne Versmaß.

Aufrecht im Wind der Zeit, Arm in Arm, den Rest der Welt verbannt.
Und alles wonach wir suchten hatten wir in uns erkannt.
Der Tag an dem du nicht mehr kamst, war der Tag an dem ich begann
zu versteh’n.
Es ist schwer zu reisen, verschenken, begleiten, wird man nur als
Abenteurer geseh’n.

Und das warst du…

Du nimmst mich bei der Hand und versprichst: Wir wandern ins Licht.
Wo wir unser Glück finden, da lacht man der Angst ins Gesicht.
Und jede Träne aus Blei will uns vom Elend befrei’n,
bis keine Last auf den Schultern den Weg mit uns teilt.
Du und ich allein können fliegen; ich entführ dich in der Nacht,
nachdem ich meinen Schatten fang und nehme dich mit ins Nimmerland.
Ich bin mehr Kind als Mann, doch du bist mehr Frau als Kind
und mit nem Wimpernschlag verschwindet der Augenblick.
Also schweigen wir in Reimen, Geschichten ohne Versmaß,
dem Abenteuer zum Abschied, weil wir’s Lieben verlernt haben.

Und das warst du…

Es ist Fastabend,
dem Quartier den Rücken gekehrt.
Dem Abenteuer zum Abschied,
eine Lektion dem Leben gelehrt.

Tom Sawyer/Daniel Schütter

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