Draußen vor der Tür

Düster, Trübe,
Nebel steigt auf
Kein Baum hat ein Blatt
hier stoppt das Leben seinen Lauf
Alles bleibt aus – Lichter, Leben, Melodien
Mit der Fähigkeit zu fliegen
würdest auch du nach Süden ziehen
Der Wind peitscht feig‘ dir rücklings um die Ohren
Die Zeit verstreicht schweigsam eist,
was floss und geht verloren.
Nur morgendliches Rot versucht noch
Frühling vorzulügen.
Mit dem Frust von letzter Nacht
liegt mir ein neuer Tag zu Füßen.

Denn beim Blick aus dem Fenster
versuchen Farben zu fliehen.
Weiß, Grau und Braun ersetzen
Gelb, Rot, Grün
Ich versuche zu sehen
was sich hinter dem Schleier versteckt,
doch die Silhouetten vor der Tür
bleiben leider bedeckt.
Und weil ich’s nicht schaff‘
nicht mehr traurig zu sein,
leg ich mich schlafen – geht – lasst mich allein,
will nicht mehr unter euch weilen,
mir entgleist jede Phantasie.
Schließ‘ die Augen – gute Nacht –
und träume mich ins Paradies

Bin müde und schwach Augen fall’n zu.
Der zehrende Tag legt sich zur Ruh.
Regen fällt laut, will nichts mehr tun:
Denn es ist kalt draußen.

(Ben Münchow)

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